Google Ingenieur findet mathematische Glücksformel

In diesem Artikel geht es um die mathematische Glücksformel, die Google Ingenieur Mo Gawdat nach dem überraschenden Tod seines 21-jährigen Sohnes aufgestellt hat.

Mathematische Glücksformel von Google Ingenieur Mo Gawdat gefunden.

Als sein Sohn überraschend im Alter von 21 Jahren stirbt, beginnt Mo Gawdat sich intensiv mit der Frage zu beschäftigen, was den Menschen in all seiner Irrationalität eigentlich dazu bringt glücklich zu sein. Schließlich kommt er zu folgender mathematischen Gleichung (bzw. Ungleichung):

Glück   Eintreffende Realität  minus  Erwartungen an das Leben

Obwohl die Ungleichung auf den ersten Blick recht simpel erscheint, ist die Aussage dahinter umso interessanter und wichtiger. Im Kern geht es darum, dass wir uns ein Bild von der Zukunft machen (Wünsche, Hoffnungen, Vorstellungen, etc.) und dieses dann mit der tatsächlich eintretenden Realität vergleichen. Stellt man sich jetzt ein Ereignis als sehr schön vor, man rechnet beispielsweise mit strahlendem Sonnenschein, ist man enttäuscht, wenn es in Wirklichkeit regnet. Wenn die Erwartungen an das Leben größer sind, als die eintreffende Realität, ist man unglücklich. Wer jedoch bei einer Klausur mit einer 3 rechnet, aber überraschend eine 1 zurückbekommt, ist glücklich. Das ist natürlich leicht nachzuvollziehen. Doch es ist gerade diese Simplizität, die diese „mathematische Formel“ so bedeutend für uns macht.

Die eintreffende Realität können wir in vielen Fällen nicht beeinflussen. Wir können nicht festlegen, wie das Wetter wird oder wann eine uns nahestehende Person stirbt. Was wir aber entscheidend beeinflussen können, sind unsere Erwartungen an das Leben. Wer nicht mit strahlendem Sonnenschein rechnet, kann auch nicht enttäuscht werden, wenn es regnet. Das hört sich hart an, ist es aber eigentlich gar nicht.

 

Nach dem Tod seines Sohnes erkennt Mo Gawdat, Chief Business Officer bei Google, dass nichts, was er auf dieser Welt machen würde, jemals seinen Sohn zurückbringen könnte. Er beschließt also stattdessen, alles dafür zu tun, das Leben jeden Tag ein bisschen besser zu machen und setzt sich Ziele, um dies in die Tat umzusetzen. Er will zunächst versuchen, 10 Millionen Menschen mit seiner Glücksformel zu erreichen und deren Leben so zu bereichern, was ihm auch in recht kurzer Zeit gelingt. Natürlich brachte das seinen Sohn nicht zurück, aber es war „ein kleines bisschen besser, als an dem Tag, an dem er die Welt verlassen hat“, sagt er in einem Interview.

 

Entscheidend ist also nicht, ob das Glas halb voll oder halb leer ist, was wirklich zählt, ist dankbar für das zu sein, was man auf dieser Welt hat. Glück ist nichts anderes, als wertzuschätzen, was das Leben einem schenkt, anstatt alles kritisch zu hinterfragen und aufgrund zu hoher oder falscher Erwartungen das Leben nicht genießen zu können.

 

Ich kann jedem empfehlen, sich das kurze Interview mit Mo Gawdat anzuschauen.

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